Der Friesoyther Präventionsrat (PRF) beschäftigt sich seit 2001 mit Fragen und Projekten der kommunalen Präventionsarbeit.


Er sichtet und unterstützt Initiativen im Bereich der Gewalt- und Suchtprävention, der Medienkompetenz, der Integration und der Frühen Hilfen.


Die Präventionsarbeit wird dabei als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen. Der Präventionsrat Friesoythe besteht aus ganz unterschiedlichen ehrenamtlichen Akteuren wie z. B. Mitarbeitern in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Lehrern und Pädagogen, Mitarbeitern von Stadt, Landkreis und Polizei.


Eine Vorbeugungsarbeit ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen sinnvoll – oftmals kann hier eine Reihe von zu kombinierenden Maßnahmen zweckmäßig sein: Innerhalb der präventiven Angebote geht es um Drogen und Süchte, um die Integration von Migranten, um falsche Vorbilder und um Familienprobleme – viele Jugendliche müssen die verbale Konfliktlösung erst lernen. Ihnen ist der Sinn von Regeln und von Grenzen nicht mehr bewusst.


Die wichtigste Einrichtung zur Erziehung in der Gesellschaft bleibt aber nach wie vor die Familie; hier sollte die eigentliche Präventionsarbeit beginnen.


Aufgrund der Vielfalt aller präventiven Maßnahmen und Projekte, macht es sich der Präventionsrat Friesoythe zur Aufgabe, die unterschiedlichen Institutionen miteinander zu vernetzen und selbst in Netzwerken mitzuwirken. Eine solche Vernetzung zeigt innerhalb der Präventionsarbeit den Zusammenhalt aller Akteure; sie erhöht die Chancen, Hilfen anzubieten und Missstände zu verhindern bzw. sie zu beseitigen.


Konkret bietet der Präventionsrat Friesoythe an:


- Maßnahmen zur Persönlichkeitsstärkung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen,
- begleitende pädagogische Theateraufführungen oder Workshops,
- Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für pädagogisches Fachpersonal.


Viele Maßnahmen setzen bewusst im Kindesalter an, denn sie bilden den Grundstein für die Erreichung der Ziele.
Der Präventionsrat Friesoythe ist für die Initiierung von präventiven Projekten auf finanzielle Unterstützung angewiesen und deshalb dankbar für jede geleistete Spende.

 

 

 

 

Ziele des Präventionsrats 

 

Das Ziel des Präventionsrats Friesoythe (PRF) ist insbesondere die Förderung eines friedvollen Zusammenlebens und eine Verbesserung der Lebensqualität in Friesoythe und umzu.

 

Der PRF strebt eine Stärkung von Gemeinschaftssinn und „Wir-Gefühl“ an und versucht durch Eigeninitiativen und Selbstorganisation die „Kultur des Miteinander und Hinsehens“ zu fördern.

 

Hierzu möchte der PRF primär eine Vernetzung im Sinne von Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den Organisationen, Institutionen und Behörden vorantreiben.

 

Die Präventionsarbeit im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe macht die strukturierte und auf Dauer angelegte Zusammenarbeit möglichst vieler Institutionen und Einzelpersonen unumgänglich.

 

Der PRF möchte daher die unterschiedlichen kommunalen und regionalen Kräfte zusammenführen, Kompetenzen bündeln und somit eine nachhaltige, verlässliche Kommunal- und Regionalprävention aufbauen.

 

Grundsätzlich steht der PRF allen Themen offen gegenüber. Diese Offenheit ermöglicht den flexiblen Umgang mit regionalen Veränderungen und verhindert einen Ausschluss potentiell Interessierter, die sich durch eine eventuell zu eng gefasste inhaltliche Schwerpunktsetzung nicht angesprochen fühlen.

 

Dennoch haben wir folgende Themenbereiche, die den inhaltlichen Rahmen abstecken:

 

  • Zivilcourage
  • Jugendhilfe und Kriminalprävention
  • Gewaltprävention
  • Gesundheitsprävention (Frühkindliche Hilfen)
  • Suchtprävention (z. B. gegen Alkohol-, Drogen-, Spiel- und Mediensucht)
  • Förderung der öffentlichen Sicherheit
  • Integrationsförderung
  • Subjektive Kriminalitätsfurcht

 

 

 Folgendes bildet die Arbeitsgrundlage des PRF:

 

1. Der Präventionsrat Friesoythe ist ein Verein, in dem auf freiwilliger Basis Privatpersonen, Institutionen und Organisationen zusammentreffen, um gemeinschaftlich an der Verwirklichung der Ziele des Präventionsrates zu arbeiten.

 

2. Der PRF ist ein Bestandteil von diversen Netzwerken.

 

3. Der PRF setzt sich aus dem Vorstand und den verschiedenen, situativ zu bildenden, Arbeitskreisen (AK) zusammen.

 

4. Die Mitarbeit im PRF erfolgt über eine Mitgliedschaft. Für externe fachkompetente beratende Personen/ Institutionen ist sie nicht notwendig. Eine regelmäßige Mitarbeit ist im Hinblick auf eine kontinuierliche Präventionsarbeit erwünscht.

 

5. Der PRF ist basisdemokratisch organisiert. Die Mitglieder des PRF sind gleichberechtigt. Alle Entscheidungen werden nach dem Mehrheitsprinzip gemeinsam von allen Teilnehmern des Vereins beschlossen. Jedes Mitglied ist stimmberechtigt.

 

6. Der Vorstand fungiert als Steuerungsgruppe, der die organisatorische Verwaltung des Präventionsrat Friesoythe obliegt. Sie leitet und moderiert die Arbeit des Präventionsrats. Sie stellt sicher, dass der PRF die in der Präambel festgelegten Ziele dauerhaft verfolgt. Sie legt die Termine des Vereins fest und organisiert die frühzeitige Einladung der Mitglieder und externer Interessierter. Sie macht Vorschläge für Tagesordnungspunkte und regt die Mitglieder des Präventionsrats zur aktiven Mitarbeit an. Sie koordiniert die Arbeitsgruppen und führt deren Ergebnisse zusammen. Zudem ist sie für die Organisation der Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Der Vorstand setzt sich aus gewählten Mitgliedern des Vereins zusammen.

 

7. Die Arbeitskreise des Präventionsrats arbeiten selbstständig an den ausgewählten Themenschwerpunkten, die jedoch im Einklang mit den Zielen des Präventionsrats stehen müssen.

Die Organisation der Arbeitsgruppen (Termine, Arbeitsstruktur, Zusammensetzung etc.) obliegt ihren Mitgliedern.

Die Mitgliedschaft in den Arbeitsgruppen erfolgt auf freiwilliger Basis.

Die Arbeitsgruppen wählen in Eigenregie eine/n Sprecher/in. Diese/r steht mit der Steuerungsgruppe in engem Austausch. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen stellen sicher, dass die Arbeit kontinuierlich und zielgerichtet erfolgt.

Die Steuerungsgruppe ist über jegliche Aktivität der Arbeitsgruppen zeitnah zu unterrichten. Sie soll beispielsweise über die inhaltliche Ausrichtung, Termine, Teilnehmer und etwaige Probleme informiert werden.

Die Arbeitsgruppen dürfen Arbeitsergebnisse nur in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe veröffentlichen.

 

8. Die Öffentlichkeitsarbeit obliegt dem Vorstand. Individuelle Aussagen aller Mitglieder müssen als solche deutlich gemacht werden.